Beiträge im Zeitraum Oktober 2013

Apfelwiese Pflegemaßnamen

Autor ar - erstellt am Sonntag, 13. Oktober 2013

Am 3.10.2013 trafen sich Mitglieder der Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr zu Pflegemaßnamen
an der Apfelwiese und tauschten die Leimpapierbinden an den Stämmen aus. Dies ist jedes Jahr notwendig,
um Schädlingsbefall in der nächsten Saison vorzubeugen. Besonders die Maden des Apfelwicklers können
dadurch gehindert werden, in die Baumkronen vorzudringen.

thomas

Der Apfelwickler (Laspeyresia pomonella), auch Obstmade genannt, ist der “Wurm” im Apfel und der bedeutendste
Oberschädling in Europa. Der Falter des Apfelwicklers ist braun-grau mit hellen Streifen und einem kupferfarbenen Fleck
am Ende der Flügel, die eine Spannweite von knapp 2cm haben. Die geschlüpften Raupen sind weiß oder gelblich mit schwarzem
Kopf und 2mm Länge. Im letzten Entwicklungsstadium wachsen die Larven auf 1,5 bis 2cm an.
Ein Obstbaum-Befall mit Apfelwicklern ist an dem nur wenige Millimeter großen Bohrloch in der Schale leicht zu erkennen.
Die Raupen der unscheinbaren Falter fressen sich spiralförmig von außen nach innen durch das Fruchtfleisch und
verunreinigen die Fraßgänge und das Kerngehäuse zusätzlich mit unappetitlichen Kothäufchen. Befallene Früchte fallen
vorzeitig ab oder sind nicht mehr lagerfähig und müssen rasch verwertet werden.

insekt                apfelteil

Von Ende August bis Ende März überwintern rund 70 % der Apfelwickler als Larven hinter Borkenschuppen, Rindenspalten
und -rissen am Stamm. Der Rest sucht im Boden unter den Bäumen in Stammnähe Unterschlupf. Werden die Larven jetzt im
Herbst durch Leimpapierbinden am Aufstieg in die Baumkrone gehindert, kann der Schädlingsbestand für die nächste
Saison reduziert werden.

 

 

 

“Milter Uhlenpatt” (Eulenpfad)

Autor ar - erstellt am Sonntag, 13. Oktober 2013

Mit großem ehrenamtlichem Engagement und mit Hilfe vieler Milter Bürger initiierte unsere Arbeitsgruppe den “Milter Uhlenpatt” (Eulenpfad).Uhlenpatt

In und um Milte wurde im Jahr 2008 ein naturnaher Rundwanderweg von etwa 3,5 Kilometern Länge eingerichtet, auf dem Milter Einwohner und Gäste zu jeder Jahreszeit die Natur genießen können. Hierfür wurden vergessene Wege neu entdeckt und neue Abschnitte geschaffen. Die von uns aufgestellten Bänke laden zum Verweilen ein und eine aus Holz geschnitzte Eule macht auf das Motto des Pfades aufmerksam.Uhle

In 2009 pflanzten wir mit Milter Bürgern eine Apfelwiese am Uhlenpatt.

Apfelwiese

Zurzeit arbeiten wir daran, den Uhlenpatt zu einem Waldlehrpfad weiter auszubauen und später die Apfelwiese darin einzubeziehen. Informationstafeln sollen auf interessante Tiere, Pflanzen aber auch bemerkenswerte Gebäude hinweisen. So wird der Uhlenpatt für jung und alt immer einen Spaziergang wert sein.

Querungshilfe Ostbeverner Strasse

Autor ar - erstellt am Sonntag, 13. Oktober 2013

2011 errichteten wir mit Hilfe der Stadt Warendorf auf der Ostmilter Straße und der Ostbevener Straße Verkehrsinseln, die vor allem alten Menschen und Kindern das Überqueren der viel befahrenen Straßen erleichtern und den Verkehr beruhigen.

 

Querungsinsel2     Querungsinsel1

 

 

Protokoll eines Arbeitstages

Es ging hierbei um die Querungsinsel an der Ostbeverner Straße

Es war vereinbart, daß Mitarbeiter eines öffentlichen Bauhofes die Inseln von Asphalt befreien und mit Erde befüllen, damit diese bepflanzt werden können. Wir (die AG Umwelt und Verkehr sollten unterstützend mitwirken )

Die angegebenen Uhrzeiten und Ereignisse stützen sich auf mein Gedächtnis und erheben keinen Anspruch auf Genauigkeit und Vollständigkeit!!

• 8.50 Uhr Mitglieder der AG U&V treffen an der Ostbeverner Str. ein. Der Bagger- fahrer der Firma Prieß (im folgenden Martin genannt) hat sein Arbeitsgerät, einen 2,5 t Bagger, bereits abgeladen und steht zur Tat bereit.

• 8.55 Uhr Mitglieder der AG (im folgenden Jöppe genannt) beginnen mit der Schaufel schon mal die Erde entlang der Einfassung der Inseln in die Mitte zu schaufeln, damit Martin mit dem Bagger besser arbeiten und so die vorh. Erde raus baggern kann.

• 9.00 Uhr Martin hat die ersten beiden Inseln von Erde befreit und in einen Anhänger, den Jöppe samt Trecker und Fahrer besorgt hat, gekippt.

• 9.15 Uhr Die Männer vom Bauhof (im folgenden Fritz und Franz genannt) treffen mit einem 12 t LKW und einem Hubsteiger ein. Auf die Frage wofür denn der Hubsteiger sei, obwohl wir doch nach unten in die Erde wollen, antwortet Franz lapidar, das dieser nur als Fahrzeug für Fritz diene.

• 9.30 Uhr Martin hat mit seinem Bagger auch die große Insel von Erde befreit. Fritz und Franz haben schooon ihr Schneidgerät abgeladen und betankt.

• 9.35 Uhr Franz beginnt an der ersten kleinen Insel mit der Arbeit und schneidet den Asphalt Kreuz und Quer. Fritz hält sich derweil an einer Schüppe fest.

• 9.45 Uhr Franz sagt Fritz, er könne schon mal die andere Insel Aufschneiden, damit er sich um den Presslufthammer kümmern kann. Gute Idee!

• 9.50 Uhr Franz stellt fest, daß der Anschlußschlauch für den P-Hammer nicht passt. Auf die Frage wie das sein könne, meint er, daß Man ihm einen falschen Schlauch eingepackt habe. Aber das sei nicht so schlimm, Fritz fahre gleich zum Bauhof nach Beckum um einen passenden Anschlussstutzen zu holen ( hin und zurück sicherlich 65 km!!!) .

• 10.00 Uhr Jöppe und Franz versuchen mit einer Brechstange, die Martin inzwischen be- sorgt hat, den eingeschnittenen Asphalt aufzubrechen, damit Martin mit der Baggerschaufel einen Ansatzpunkt hat und die Inseln von Bitumen und Schotter zu befreien. Als alle Versuche Fehlschlagen fährt Jöppe los und holt eine Hilti und ein Verlängerungskabel und wir bohren einige Löcher. Martin versucht vergeblich einige Brocken aus der Teerdecke auszubrechen. Es hilft nichts, wir kommen ohne schweres Gerät nicht weiter.

• 10.15 Uhr Martin hat von der Firma einen großen hydraulischen Hammer geholt, ihn an den Bagger angeschlossen und knackt die ersten Brocken heraus. Endlich!! Auf die frage, ob Franz gleich mit seiner Kranschaufel die an seinem LKW sitz, die losen Brocken herausholen könne, meint er, daß das nicht ginge, da er keine Zähne an der Baggerschaufel habe (Aha). Also bleibt uns nichts anderes übrig, als die Brocken mit der Hand in einen Frontlader zu werfen und ab zu- fahren. Knochenarbeit. Franz hält sich derweil an einer Schüppe fest.

• 11.15 Uhr Fritz ist wieder da, hat aber keinen passenden Schlauchstutzen für den P-Hammer bekommen, da den ein anderer mit hat. Sehr schade. Franz telefoniert und teilt mir mit, das die beiden gleich erst den Hubsteiger wegbringen müssten (nach Beckum), weil den jemand anderes brauche. Während der letzten 2 Stunden sind übrigens 2 weitere Fahrzeuge vom Bauhof an uns vorbeigefahren um die Straßen, die wir gerade auf- brechen, zu kontrollieren. Die Fahrer und Fritz und Franz grüßen sich gegen- seitig freundlich. Nette Kollegen eben.

• 11.30 Uhr Fritz stellt fest, daß er ja nicht so wirklich helfen kann und fährt mit dem Hub- steiger nach Beckum. Franz hält sich derweil an einer Schüppe fest.

• 11.45 Uhr Wir fragen Franz, ob er nicht schon mal an der großen Insel weiter schneiden könne, damit wir dann da mit dem Bagger weitermachen können Die ersten beiden kleinen Inseln sind von den ersten 20 cm Teerschicht befreit. Noch immer ist nichts von Schotter oder Sand zu sehen. Also knackt und knackt Martin weiter mit dem Bagger.

• 11.55 Uhr An der großen Insel ist es still geworden. Franz macht Mittag. Wir knacken und räumen weiter in die Frontladerschaufel. Martin hat seinen Platz auf dem Baggersitz bisher nur kurz verlassen um den Bagger umzubauen. Auf die Frage, ob er gleich erst Mittag machen wolle, sagt er, dass er erst mal weiter mache, damit wir was fertig kriegen.

• 12.30 Uhr Franz hat seine Mittagspause beendet, kann aber nicht weiter schneiden, da alle Keilriemen die er mit hatte gerissen sind. Auf die Frage wie es weitergehen solle, sagt Franz es sei schon jemand unterwegs um eine andere Maschine zum schneiden zu bringen (aus Beckum). Franz hält sich für eine Weile an einer Schüppe fest.

• 12.45 Uhr Martin baggert und knackt und knackt und baggert unentwegt. Franz fragt wie der weitere zeitliche Ablauf aussehe, schließlich müsse er ja noch Mutterboden holen und wir müssten immer daran denken, dass ja um 15.15 für ihn Feierabend sei. Ich bemerke, dass für uns heute Priorität hat, die Inseln zu endasphaltieren, da wir ja den Baggerfahrer samt Bagger bezahlen müssen. Groooße Augen bei Franz.

• 13.15 Uhr Der Mann aus Beckum mit dem neuen Schneidgerät ist da. Ich schlage vor, schon mal weiter zu schneiden, damit Franz mit dem Baggerarm an seinem LKW, den losen Asphalt und Schotter der endlich zu sehen ist, ausbaggert und auflädt. Er ist einverstanden es zu versuchen, obwohl er ja nicht die richtige Schaufel an seinem Gerät hat. Unglaubliche 10 min später ist die erste Insel leer und es ist herrlicher gelber Sand zu sehen. Martin beginnt an der großen Insel zu knacken. Schicht für Schicht geht es voran.

• 13.30 Uhr Die beiden kleinen Inseln sind sauber und bis auf den Mutterboden fertig. Fritz ist wieder da aus Beckum. Fritz und Franz fahren gemeinsam nach Warendorf um Mutterboden zu holen. Martin Baggert unentwegt ohne nur eine min. Pause an der Großen Insel. Jöppe regelt übrigens schon den ganzen Tag den Verkehr, fährt Asphalt hin und her, belädt den Frontlader und den An- hänger.

• 14.30 Uhr Fritz und Franz sind wieder da mit einer halben Ladung Mutterboden. Auf die Frage warum sie nur so wenig Erde mithaben, sagen sie, dass sie nicht mehr laden konnten, da an Ihrem Baggerarm ein Schlauch kaputt gegangen ist. Wahrscheinlich überlastet. Fritz und Franz kippen den Mutterboden in eine der kleinen Inseln und fahren zurück nach Beckum um Feierabend zu machen.

• 15.30 Uhr Martin macht eine kleine Pause und isst auf dem Bagger sitzend ein Stück Kuchen, das uns eine Nachbarin gebracht hat. Jöppe fährt weiter Asphaltbrocken ab und Mutterboden an.

• 17.00 Uhr Die kleinen Inseln sin vollständig mit Mutterboden gefüllt. Martin hat die große Insel aufgebrochen, den Schotter aufgelockert und die beiden runden Enden ausgehoben und in den Anhänger verladen. Jöppe fährt die letzte Fuhre ab zu Prieß. Der Anhänger muß zurück nach Burbank und der Trecker nach Schulte Wien.

• 17.30 Uhr Auch für Jöppe und Martin ist Feierabend!!

Ein toller Tag!! Ich wüsste gerne, wo man sich bewerben muß, um beim Bauhof zu arbeiten. Wenn ich da mal nen Job kriege, buddele ich Euch noch jeden Abend ein Laubfroschbiotop aus, oder renaturiere die Hessel mit einer Schüppe, oder …